Kambodscha, das Land der Khmer - China, im Reich der Mitte - Tibet, Dach der Welt
vom 28. März 2015 bis 1. Mai 2015
Hongkong - Macau
Kambodscha: Phnom Penh - Siem Reap - Angkor What
China: Gulin - Li Jiang - Yangshuo - Wuhan - Yichang - Drei-Schluchten-Staudamm - Yangtse-Kreuzfahrt - Chongqing - Xining - Shanghai
Tibet: Tibet-Bahn - Lhasa - Gyantse - Shigatse - Tingri - Rongbuk - Mt. Everest Base Camp - Shigatse - Kloster Ganden - Drayerpa - Lhasa
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Reiseidee, Reiseplanung und Organisation sowie Bearbeitung des Reiseberichtes für's Internet von Ralf Sander
Reisebericht mit Hintergrundinformationen von Heidi Sander-Roehr
Fotos von Heidi Sander-Roehr und Ralf Sander



Spanien

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Hongkong

Macao

Kambodscha

China

Tibet

China

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Spanien


Teil 1: Hongkong - Kambodscha - China


Samstag, den 28. März 2015
Endlich war unser Abreisetag gekommen. Nachdem wir morgens um 10 Uhr unseren Hund in seinem vorübergehenden Domizil abgegeben hatten, brachten uns unsere Freunde Doris und Wolfgang am Nachmittag gegen 16.30 Uhr zum Busbahnhof in Estepona. Nach einer herzlichen Verabschiedung ging es von dort aus zuerst nach Marbella und dann mit einem anderen Bus weiter zum Flughafen nach Malaga, heute jedoch noch nicht unser Ziel.

Geplant war eine Übernachtung im Airport Hotel Holiday Inn Express an der Avenida de Velazques. Daher wechselten wir erneut den Bus und fuhren noch eine Station bis zur vorgenannten Straße. Es war jetzt 20 Uhr und bereits dunkel. Das Hotel befand sich auf der anderen Straßenseite und damit begannen die Schwierigkeiten.

Die Fußgängerbrücke war gesperrt und aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens gab es keine Möglichkeit, die vierspurige Schnellstraße zu überqueren. Hinzu kam noch, dass sich in der Mitte zwischen den Fahrbahnen eine Leitplanke befand. Wir marschierten also mit unserem Gepäck die Straße herunter und suchten nach einer Stelle, um auf die andere Seite zu kommen. Glücklicherweise entdeckten wir schließlich an einer Tankstelle ein Taxi. Es fuhr uns bis zum nächsten Kreisverkehr und dann auf der anderen Straßenseite direkt zum Hotel. Es wäre ein sehr langer Fußweg gewesen. Nach 21 Uhr checkten wir ein und genossen an der Bar noch ein Bier. Das schmeckte nach dem Stress jetzt besonders gut.





Gegen 22.30 Uhr gingen wir ins Bett und stellten vorher wegen der beginnenden Sommerzeit noch die Uhren um eine Stunde vor.


Sonntag, den 29. März 2015
Bereits um 4.30 Uhr ging der Wecker und nach einem Minifrühstück ging es mit dem Taxi zum Flughafen. Für 5 Minuten Fahrzeit durften wir 18,50 Euro bezahlen!!!!!! Wenn das kein schnell verdientes Geld ist....

Nach dem Einchecken ging es pünktlich um 6.50 Uhr mit der Air Europa nach Paris CDG, wo wir bei Regen gegen 10.30 Uhr landeten.

Ein Airbus A 320 der Air France brachte uns mit 2 ½ stündiger Verspätung um 13.30 Uhr schließlich weiter nach Amsterdam. Auch hier regnete es bei sagenhaften 9 Grad.

Durch die Verspätung in Paris waren es jetzt nur noch 2 ½ Stunden Wartezeit bis zum Abflug nach Hongkong.




- Der Jumbo der KLM wurde beladen -


Erstmals mussten wir bei der Sicherheitskontrolle vor einen Körperscanner.

Kurz vor 18 Uhr startete die Maschine. Distanz Amsterdam – Hongkong 9.790 km.




- Die Flugstrecke auf dem Monitor -


Es war ein ruhiger Flug mit einem sehr guten Service und einem sehr freundlichen und aufmerksamen Personal.






- Irgendwo in Asien -



Montag, den 30. März 2015
Nach 12 Stunden landeten wir um 10.30 Uhr Ortszeit auf dem neuen Flughafen von


Hongkong.


Den spektakulären Landeanflug knapp über die Hochhäuser der Stadt hinweg auf die ins Hafenbecken gebaute Landebahn gab es nicht mehr. Wir hatten ihn 1991 bei unserem ersten Aufenthalt hier in der Stadt noch erlebt.

Der Hongkong International Airport ist einer der wichtigsten Flughäfen Asiens. Er wurde 1998 eröffnet. Seine Errichtung kostete 15 Milliarden Euro.

Die Passkontrolle verlief zügig, jedoch am Gepäckband begann das lange Warten. Wir konnten es uns nicht erklären. So ein moderner Flughafen und dann steht man hier fast 90 Minuten und kein Koffer kommt. Schließlich wurden wir zu einem anderen Band geschickt und warteten mit mehr oder weniger Geduld weitere 30 Minuten. Auch hier tat sich nichts. Schließlich kamen Angestellte des Flughafenpersonals, übergaben uns vorgedruckte Zettel, die ausgefüllt werden sollten und erklärten uns, dass das Gepäck später ins Hotel gebracht würde. Der Gepäckraum des Jumbo ließ sich nicht öffnen.

Nicht gerade begeistert über unser fehlendes Gepäck fuhren wir nun mit dem Airport Express – ein ganz moderner Schnellzug - in die 30 km entfernt gelegene Metropole. Im Stadtteil Kowloon stiegen wir aus und gingen zu Fuß zur Nathan Road in unser Hotel. In dieser Straße befand sich auch 1991 unser Domizil.






Nach einer kurzen Rast unternahmen wir einen ersten Bummel entlang der Nathan Road zum Victoria Harbour. Es war warm und aufgrund der enormen Luftfeuchtigkeit sehr diesig.

Die Häuserschluchten, das hohe Verkehrsaufkommen, hier hatte sich in den vielen Jahren kaum etwas verändert.







Schließlich erreichten wir Victoria Harbour. Hier befand sich nun eine großzügig angelegte Promenade für Fußgänger mit Blick auf die Skyline des gegenüber liegenden Banken- und Geschäftsviertels von Hongkong auf der gleichnamigen Insel.










Auf dem Rückweg haben wir in einem einfachen chinesischen Lokal eine Kleinigkeit gegessen. Danach ging es zurück zum Hotel. Draußen auf der Terrasse gab es zum Abschluss noch ein Bier, bevor wir kurz nach 21 Uhr hundemüde ins Bett fielen.


Dienstag, den 31. März 2015
Um 9 Uhr waren wir munter. Die Frage „was ziehen wir heute an“ stellte sich nicht, da unser Gepäck noch nicht da war. Glücklicherweise befand sich im Bad alles, was man so braucht am Morgen, so dass wir wenigstens darauf nicht verzichten mussten.

Nach dem Frühstück im Hotel bekamen wir an der Rezeption auf Nachfrage die Info, dass unser Gepäck mit dem Jumbo zurückgegangen ist nach Amsterdam und am 2. April mit der nächsten Maschine wieder ankommt. Es würde dann ins Hotel gebracht. Na hoffentlich, denn einen Tag später sollten wir weiter nach Kambodscha fliegen. Nicht auszudenken, wenn bis dahin das Gepäck immer noch fehlt.

Das Wetter war auch heute wieder warm, aber wolkig. Wir unternahmen einen ausgiebigen Spaziergang entlang der Nathan Road zum Victoria Harbour.







Ob morgens oder abends, hier herrscht immer geschäftiges Treiben.









An der Uferpromenade von Victoria Harbour standen zwei Chinesinnen, die ihre Smartphones an eigens dafür vorgesehene Stangen befestigt hatten, um besser „Selfis“ machen zu können.






- Der Blick auf das Banken- und Geschäftsviertel von Victoria lohnt sich immer wieder -

















- Eine alte Dhau -



Kurzinfo:
Hongkong ist eine Metropole und Sonderverwaltungszone an der Südküste der Volksrepublik China im Mündungsgebiet des Perlflusses.

Mit über 7 Millionen Einwohnern auf 1.104 Quadratkilometern und einem bedeutenden Wirtschafts- und Finanzsektor zählt Hongkong zu den Weltstädten.
95 % der Einwohner sind chinesischer Abstammung.

Im Jahre 1997 wurde die vormals britische Kronkolonie an China übergeben.

Das Gebiet Hongkongs erstreckt sich über die Halbinsel sowie weitere 263 Inseln.



Nun ging es zurück durch die Straßen von Kowloon. Wir mussten uns unbedingt noch etwas Garderobe kaufen und suchten daher einen Laden nach dem anderen auf. Von ihnen gibt es hier mehr als genug.

Gegen 16 Uhr kehrten wir bepackt mit einigen Tüten zurück zum Hotel.

Auf der Terrasse haben wir noch etwas getrunken und uns anschließend im Hotelzimmer ausgeruht.

Nach Einbruch der Dunkelheit ging es dann auf den in der Nähe des Hotels befindlichen Nachtmarkt.





- noch lebende und daher ganz frische Meeresfrüchte -




- alles sehr appetitlich -




- köstliche Mangis, wir kennen sie aus Indonesien -




- typisch chinesische Läden, aber nicht alles ist für Europäer genießbar -




- getrocknete Fische -




- frische appetitliche Früchte -




- Fruchtsäfte aller Art und Eis -




- Zuckerrohr -




- hier wird gegessen -




- Stangen für die Smartphones -




- nicht nur Einheimische, auch Touristen treiben sich hier herum -




- mein Ralfi kauft sich Socken -




- auch hier gibt es viel zu essen -



So langsam machte sich bei uns der Hunger bemerkbar. Wir verließen den Nachtmarkt und suchten ein einfaches chinesisches Restaurant auf. Ralf bestellte sich Rindfleisch mit Gemüse und ich scharfes Hähnchen. Es schmeckte sehr lecker, allerdings hatte ich viel fette Haut und Knochen und auch Hühnerfußteile. Satt geworden bin ich heute nicht.

Im Hotel habe ich noch ein paar Kekse gegessen und zum Abschluss gab es auf der Terrasse noch ein chinesisches Bier für Ralf und für mich eine Coke.








- Die beleuchteten Außenfahrstühle. Die Farben wechseln ständig. -



Gegen 22.30 Uhr fielen wir müde ins Bett.


Mittwoch, den 01. April 2015
Um 8.00 Uhr sind wir aufgestanden.

Zum Frühstück gab es für mich Obst und Joghurt. Heute sollte es nach Macau gehen. Diese Insel kannten wir nämlich noch nicht.






- unser Hotel, das "Eaton" von der Nathan Road aus gesehen -



Zuerst ging es mit einer Fähre hinüber auf die andere Seite nach Victoria.








Von dort aus brachte uns eine Turbojet-Fähre nach



Macau.


Entfernung: 50 km, Fahrzeit 50 Minuten.












- während der Überfahrt -



Kurzinfo:
Macau ist eine etwa 50 km westlich von Hongkong gelegene Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China. Bis 1999 war es portugiesische Kolonie.

Die Haupterwerbsquellen sind das dort legale Glücksspiel und der damit in Zusammenhang stehende Tourismus aus Hongkong und Festlandchina.

Seit 2002 haben sich vornehmlich US-Konsortien aus Las Vegas um die Lizenz zum Bau von Kasinos beworben.





- Diese Brücke verbindet Macau mit der Insel Taipa. -



Wir unternahmen einen ausgiebigen Spaziergang.




- Im Mai 2004 eröffnete das Sands Macau, ein Kasino mit Hotel, dessen Baukosten sich in weniger als einem Jahr amortisiert haben. -




- Hotel im Kolonialstil -




- Macau Fisherman's Wharf – ein Vergnügungsviertel, …..
….in dem sich ein „Römisches Amphittheater“ mit 2.000 Sitzplätzen für Konzerte und andere Veranstaltungen befindet.





Dieser Nachbau entspricht wohl nur chinesischem Geschmack.









Der 338 Meter hohe Macau-Tower. Auf einer Höhe von 233 Metern befindet sich die welthöchste kommerzielle Bungee-Station.


Zu dem hiesigen Fisherman's Wharf gehörte auch ein Viertel mit Luxusgeschäften und Boutiquen, Restaurants und Bars.

















Wir verließen nun das Vergnügungsviertel, denn wir hatten genug gesehen.




- ein supermodernes Museum -






- endlich eine kleine Pause -









Nach 2 ½ Stunden „Pflastertreten“ reichte es uns. Wir machten uns auf den Weg zurück zur Fähre. Macau hat sich für uns nicht gelohnt.








Wir waren froh, als wir wieder in Hongkong ankamen.





Das Banken- und Geschäftsviertel Victoria. Hier hat die Fähre aus Macau angelegt und wir befanden uns jetzt auf dem Weg zu der Fähre, die uns wieder hinüber nach Kowloon bringen sollte.





Gegen 17.30 Uhr war das Hotel erreicht. Nachdem wir uns auf der Terrasse bei einem kühlen Bier etwas ausgeruht hatten, ging es später zum Essen in ein chinesisches Restaurant.

Ralf bestellte sich Schweinefleisch süß-sauer und ich gebratene Nudeln in Soja-Soße. Beide Gerichte haben uns heute sehr gut geschmeckt.

Wieder im Hotel angekommen, ließen wir den Abend auf der gemütlichen Terrasse ausklingen.

Als wir gegen 22.30 auf unser Zimmer gingen, erlebten wir eine große Überraschung: Unsere Koffer waren da!!!!! Was für eine Freude und Erleichterung.

Überglücklich fielen wir gegen 23 Uhr ins Bett.



Donnerstag, den 02. April 2015
Heute mussten wir um 6.30 Uhr aufstehen. Nach dem Frühstück holte uns um 8.15 Uhr ein Minibus zu einer kleinen Tour ab, die wir am Tag zuvor im Hotel gebucht hatten. Mit von der Partie waren ein australisches Ehepaar und eine Inderin aus Bombay.

Das Wetter war auch heute wieder bewölkt und sehr schwül-warm.

Zuerst ging es auf den Victoria Peak. Er ist mit 552 m der bekannteste Berg Hongkongs.

Während der Fahrt nach oben kamen wir an prachtvollen Villen vorbei. Die Grundstückspreise hier am Peak erreichen astronomische Werte. Je weiter man nach oben kommt, desto höher werden sie, so dass sich dort die reichsten Bewohner Hongkongs angesiedelt haben.





- Der Gipfel bietet einen weiten Blick über Kowloon und große Teile der Insel Hongkong. -








Leider war das Wetter heute nicht so 0ptimal und die Sicht entsprechend schlecht. Wir waren 1991 auch hier, aber bei strahlendem Sonnenschein. Da war die Aussicht fantastisch.





- ein Plan mit den höchsten und bekanntesten Gebäuden der Stadt -



Nun ging die Fahrt weiter auf die Südseite von Hongkong Island.





- Blick auf unser nächstes Ziel, die Stadt Aberdeen -



Aberdeen liegt im Southern District. In seinem Zentrum leben 20.000 Einwohner.

Wir fuhren zum Aberdeen Harbour und bestiegen dort ein Boot für eine Hafenrundfahrt.









Aberdeen Harbour war traditionell ein Fischereihafen, in dem die Menschen ihren Lebensunterhalt bestritten.

Heute sieht man hier bereits sehr viele Yachten. Das Bild des Hafens hat sich seit 1991 schon sehr verändert.





- Nur die Skyline von Aberdeen ist gleich geblieben. -








- Auch heute noch ist der Hafen bekannt für die Dschunken und Sampans. -



- Eine Attraktion ist das Jumbo Kingdom, zwei schwimmende Restaurants, die nur per Fährboot erreichbar sind. -



















- noch einmal ein Blick auf die schwimmenden Fischrestaurants -

- Nun ging es zurück zur Bootsanlegestelle -







- Blumen, die man auch bei uns kennt -







- Zum Abschluss dieser Tour stand noch einen Spaziergang über einen Markt auf dem Programm. -



Gegen 13 Uhr kehrten wir zum Hotel zurück. Nachdem wir auf der Terrasse etwas getrunken hatten, legte Ralf eine Siesta ein.

Zum Abendessen suchten wir bereits um 18 Uhr das Hotelrestaurant auf.






Es gab Hähnchen, Chinakohl und Reis mit drei verschiedenen Soßen und süß-sauer eingelegten Möhren- und Gurkenstreifen. Es war alles sehr lecker.

Danach ging es an die Uferpromenade, um die um 20 Uhr beginnende Lasershow anzusehen. Es waren viele Menschen unterwegs, die das Schauspiel miterleben wollten.










- Hongkongs Skyline faszinierte mich auch bei Dunkelheit -
















< - Nach Ende dieser Show begaben wir uns auf den Rückweg. -







- das Luxushotel Peninsula Hongkong -







- Auslagen eines Juweliergeschäftes -

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.









Im Hotel haben wir auf unserer „Lieblingsterrasse“ noch etwas getrunken.......



…...bevor es gegen 23 Uhr ins Bett ging.



Freitag, den 03. April 2015
Heute war Abreisetag. Um 8 Uhr standen wir auf, haben gefrühstückt und die Koffer gepackt. Ein letztes Mal ging es auf die Terrasse, um noch eine Kleinigkeit zu trinken.....





....bevor uns der Shuttlebus um 12 Uhr zum Flughafen brachte. Fahrzeit: 45 Minuten.

Das nächste Ziel war Phnom Penh in Kambodscha.

Unser Flieger der Dragonair hatte jedoch Verspätung, aber nicht nur ein paar Minuten, sondern satte 4 ½ Stunden. Aus dem Grund bekamen wir von der Airline 75 Hongkong-Dollar.....








Danach begaben wir uns dann zum Gate. Hier trafen wir auf eine Familie aus Kambodscha. Sie waren so nett, dass sie uns mit Bonbons, Knabbererbsen und Kuchen versorgten. Dabei bemühten wir uns, miteinander ins Gespräch zu kommen, was aber fast unmöglich war, denn wir verstanden ihre Sprache nicht und sie kein Englisch. Es waren sehr einfache aber ganz herzliche und liebenswerte Menschen.

Um 18.30 Uhr startete endlich der Airbus A 330 – eine nagelneue Maschine – Richtung Phnom Penh. Obwohl die Flugzeit nur 2 Stunden und 15 Minuten betrug, gab es warmes Essen an Bord.

Um 20.45 Uhr Ortszeit landete der Flieger in


Phnom Penh.


Glücklicherweise verlief die Passkontrolle sehr zügig und auch das Gepäck ließ nicht lange auf sich warten. Ein Taxi brachte uns zur Hotelanlage, wir tranken noch ein Bier an der Bar und gegen 23 Uhr fielen wir ins Bett.


Samstag, den 04. April 2015
Wir hatten gut geschlafen. Um 8 Uhr gab es Frühstück am Pool. Die Auswahl war sehr groß.









Anschließend unternahmen wir einen Rundgang durch die schöne Anlage des "Plantation Urban Resort Hotels". Sie befand sich direkt im Stadtzentrum in der Nähe des Königspalastes und war eine Oase der Ruhe.














- unser Zimmer -




Danach unternahmen wir einen ersten Spaziergang durch die nähere Umgebung. Es war sehr, sehr warm und tropisch schwül. Die Temperaturen stiegen im Laufe des Tages weiter auf ca. 38 Grad.







Kurzinfo:
Phnom Penh hat 1,5 Millionen Einwohner und liegt am Tonle Sap, einem Zufluss des Mekong. Sie ist auf dem besten Weg, eine stattliche asiatische Metropole zu werden.






Während auf der einen Seite ein nie gekannter Bauboom die Stadt beherrscht, werden aber die Boulevards gepflegt und immer mehr Parkanlagen angelegt.







- ein erster Blick auf die Anlage des Königspalastes -




- viele kleinere buddhistische Tempel prägen das Stadtbild -



















- überall trifft man noch auf die sogenannten Tuk Tuks -










- alles nur Reis -







- ein weiterer Tempel -




- eine Grünanlage vor dem Königspalast -
















Es war heiß und mittlerweile lief der Schweiß. Aus dem Grund suchten wir nach einem schattigen Platz, an dem wir etwas trinken konnten. Gegenüber der Grünanlage befand sich ein Restaurant mit Blick auf den Fluss. Das war jetzt genau das Richtige.




- Puh, ist das heiß -




- hier vereinigt sich der Fluss Tonle Sap für ein kurzes Stück mit dem Mekong -







Da uns dieses Restaurant sehr gut gefiel, ließen wir uns gleich für den Abend einen Platz reservieren. So konnten wir uns die lange Suche nach einem geeigneten Lokal ersparen.

Nachdem wir uns etwas erholt hatten, ging es langsam zum Hotel zurück. Dabei kamen wir noch an einigen Marktständen vorbei.









- Lotusblumen auf Kokosnüssen -




- Lotusblumen -











Komplett durchgeschwitzt erreichten wir unser Hotel. Nun wurde ein wenig Siesta gemacht, bevor wir uns auf den Weg zum Königspalast machten. Dessen Besichtigung ist ein Muss in Phnom Penh.








Weit über die nationalen Grenzen hinweg symbolisiert der Königspalast mit seinen pagodenartigen Dächern und den verschnörkelten Giebeln die wiederauferstandene Monarchie, die das Land in eine friedliche Zukunft führen soll.





Die gelb getünchten Gebäude am Ufer des Mekong sind mit Abstand die eindrucksvollsten Bauwerke der Stadt. Seit 1991 dient die Anlage wieder dem König als Residenz.










- ein Pavillon -










- Die Thronhalle ist das prächtigste und berühmteste Gebäude im Königspalast und wurde im klassischen Khmerstil erbaut. 1919 wurde sie eingeweiht. -













- eine Stupa -











Aufgrund der enormen Hitze waren wir mal wieder durchgeschwitzt und hatten nur noch einen Wunsch: ein ganz großes kaltes Getränk. Wir suchten also erneut das Restaurant am Tonle Sap/Mekong auf, denn es lag ganz in der Nähe.





Da die Sonne jetzt sehr günstig stand, habe ich noch schnell zwei Fotos vom Fluss gemacht.





Danach ging es zurück zum Hotel.

Am Abend – es war bereits dunkel – ließ die Hitze des Tages langsam nach. Nun begaben wir uns auf den Weg zu dem Restaurant, in dem wir mittags bereits einen Tisch haben reservieren lassen.

Wir staunten nicht schlecht, als wir unser Hotel verließen. Die Straßen und Grünanlagen waren voll mit Menschen. Man hatte den Eindruck, die ganze Stadt war jetzt auf den Beinen, nachdem die große Hitze vorbei war.









- Überall befanden sich kleine Stände -




- Im Restaurant haben wir hervorragend gegessen - Ralf Fisch und ich Rind
- Anschließend unternahmen wir noch einen Spaziergang -





- Der Eingang zum Königspalast -




- Reges Treiben auf den Straßen -



Als wir schließlich in unsere Hotelanlage zurückkehrten, musste ich einfach noch ein paar Nachtfotos machen.










Dann stellten wir noch unseren Wecker und fielen anschließend müde ins Bett.

Kurzinfo Kambodscha:
Das Königreich Kambodscha mit 14,5 Millionen Einwohnern ist etwa halb so groß wie Deutschland. Die Hauptstadt Phnom Penh liegt im Süden des Landes.

Das Landschaftsbild wird durch eine Zentralebene geprägt. In ihr liegt im Westen der See Tonle Sap, durch den Osten fließt der Mekong.

Nach der Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Frankreich 1953 folgten jahrzehntelange Bürgerkriege , die viele Opfer unter der Bevölkerung und schwere Schäden in der Wirtschaft hinterließen.

Auch der Vietnamkrieg sowie die Diktatur und Schreckensherrschaft der Roten Khmer unter Pol Pot von 1975 bis 1979 brachten dem Land wirtschaftlichen Verfall und einen bis dahin nie gekannten Holocaust.

Nach unterschiedlichen Schätzungen kamen zwischen 1 und 3 Millionen Menschen durch Pol Pot und seine Schergen ums Leben, also wurden zwischen 20 und 30 % der damaligen Bevölkerung durch das mörderische Regime dahingerafft.

Weitere Zahlen der Zerstörung:

141.000 Invaliden
200.000 Waisen
635.000 zerstörte Häuser
5.800 zerstörte Schulen
790 verwüstete Krankenhäuser und Laboratorien
1.900 zerstörte Pagoden
100 zerstörte Moscheen
1.500.000 getötete landwirtschaftliche Nutztiere
100 zerstörte Fabriken

Die Hauptbevölkerungsgruppe sind die Khmer. 93 % der Menschen hängen dem Buddhismus an. Heute ist das Land eine konstitutionelle Monarchie. Jedoch Korruption prägt das Land wie kaum ein anderes und durchdringt mittlerweile nahezu jeden Bereich des staatlichen Handelns.

Kambodscha ist eines der ärmsten Länder der Erde.



Sonntag, den 05. April 2015
Schon um 6 Uhr hieß es „aufstehen“ und kurz vor 7 Uhr ging es zum Frühstück. Für mich gab es heute nur Ananas, Mango und Papaya. Dann checkten wir aus, denn es sollte heute weitergehen nach Siem Reap. Seit Jahren ist es Ralfs Wunsch gewesen, einmal nach Angkor Wat zu kommen und nun war es endlich soweit.

Um 8.15 Uhr holte uns ein kleiner Shuttle-Bus ab, der uns zur Bushaltestelle brachte. Hier wartete bereits der Bus, der nach Siem Reap fahren sollte. Die Tickets dafür hatten wir am Vortag an der Hotelrezeption reservieren lassen.

Fahrplanmäßig um 8.45 Uhr setzte sich der Bus in Bewegung. Nach kurzer Zeit hatten wir Phnom Penh hinter uns gelassen und es ging über eine – noch – asphaltierte Straße Richtung Nordwesten.





- Häuser auf Stelzen -










- Nach kurzer Zeit befanden wir uns auf einer staubigen Piste -













- unser Bus -






Quelle: Google Earth

- 312 km von Phom Penh nach Siem Reap -



Zweimal legte er unterwegs eine Pause ein, einmal 10 Minuten und einmal 30 Minuten. Gegen 16 Uhr war


Siem Reap


erreicht.

Taxis gibt es in diesem Ort noch nicht. Stattdessen warteten viele Tuk Tuks auf den angekommenen Bus.

Mit einem dieser Tuk Tuks ließen auch wir uns zu unserem Hotel bringen.






Bevor wir ausstiegen, vereinbarten wir mit Yoyo, unserem Fahrer, für morgen eine Tour nach Angkor für 15 USD.

Als wir danach unsere Hotelanlage des "Angkor Village" betraten, staunte ich nicht schlecht. Ralf hatte schon wieder etwas sehr Schönes für uns ausgesucht und gebucht.





- die Lobby -










-unser Zimmer und das Bad -







- ein Blick über die Hotelanlage -



Da wir seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hatten, machten wir uns gleich auf den Weg in das Ortszentrum. Im Restaurant „Amok“ tranken wir etwas und aßen ein Hähnchen-Curry in Kokosmilch und dazu natürlich Reis. Es schmeckte sehr lecker.





Mittlerweile war es dunkel geworden. Wir unternahmen noch einen kleinen Spaziergang durch die Stadt.








Gegen 22 Uhr kehrten wir zum Hotel zurück.


Montag, den 06. April 2015
Heute stand die Besichtigung von Angkor Wat auf dem Programm. Wir standen deshalb bereits um 6 Uhr auf.

Zum Frühstück gab es für mich Früchte und Gebäck, für Ralf Spiegelei mit Speck.






Als wir um 7.30 Uhr die Hotelanlage verließen, stand Yoyo mit dem Tuk Tuk bereits an der Straße und wartete auf uns. Nun ging es auf direktem Weg nach Angkor. Aufgrund der frühen Morgenstunde waren die Temperaturen angenehm und die Anzahl der Touristen hielt sich noch in Grenzen.

Nach 6 km standen wir vor dem größten sakralen Bauwerk der Erde,



Angkor Wat.





Angkor ist eine Region nahe der Stadt Siem Reap, die vom 9. bis 15. Jahrhundert das Zentrum des historischen Khmer-Königreiches bildete. Weltbekannt wurde Angkor durch die heute noch sichtbaren Zeugnisse der Baukunst der Khmer in Form einzigartiger Tempelanlagen, allen voran durch den Angkor Wat.








Wer das Heiligtum betritt, die ungeheure Größe der Anlage durchschreitet, die bis ins Detail durchdachte Geometrie der Architektur begreift und die unvorstellbare Schönheit der Skulpturen und Flachreliefs sieht, wird sich wie in einem Traum vorkommen.







- der innere Bereich der Tempelanlage -



Diese architektonische Meisterleistung wurde in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts von einem König erbaut und dem hinduistischen Gott Vishnu geweiht.

Heute sind sich die Wissenschaftler einig, dass dieses gewaltige Bauwerk errichtet wurde, um dem König Suryavarman nach seinem Tod als Grabmal zu dienen.









Die Tempelanlage war damals eine Stadt in der Stadt, in der lediglich Priester, Beamte und der König mit seinen Bediensteten wohnen durften.

Sie war mit Wassergräben umgeben und hatte etwa 20.000 Einwohner. Die Menschen lebten in Hütten aus Holz, die auf den offenen Flächen zwischen den steinernen Bauwerken standen.












Obwohl als hinduistisches Heiligtum erbaut, nahmen sich nach dem Untergang des Angkorreiches buddhistische Mönche seiner an, pflegten die gewaltigen Bauwerke von Angkor Wat so gut es ihnen möglich war und errichteten zwei Pagoden. Die vielen Buddhastatuen, die jetzt anstelle von Vishnu überall im Tempel zu finden sind, ziehen viele Pilger an, die sich hier an diesem mythischen Ort eine Lösung ihrer Probleme versprechen.




- eine der vielen Buddhastatuen -










- ein Flachrelief -








Umgeben ist Angkor Wat von einem 150 Meter breiten Wassergraben mit den Seitenlängen 1000 mal 800 Meter. Die Stadt ist die perfekte Nachbildung des Universums, wie es in der hinduistischen Mythologie beschrieben wird. Die Wassergräben symbolisieren das Urmeer, Gräben und Galerien die Gebirgsketten und die Türme den Sitz der Götter.
















- kambodschanische Tänzerinnen -



Angkor Wat fungiert als herausragendes nationales Symbol, das repräsentativ für die Khmerkultur und das heutige kambodschanische Volk steht.











Auf einer Gesamtfläche von mehr als 200 qkm wurden nacheinander mehrere Hauptstädte und in deren Zentrum jeweils ein großer Haupttempel errichtet. Bis heute hat man bereits mehr als 1.000 Tempel und Heiligtümer unterschiedlicher Größe entdeckt.

Es gibt Vermutungen, dass im Großraum von Angkor am Höhepunkt des historischen Königreiches bis zu 1 Million Menschen auf etwa 1.000 qkm gelebt haben könnten.













Quelle: Ponleu Khmer Printing House

- So wie auf dieser Abbildung konnten wir die Tempelanlage leider nicht fotografieren -



Ganz beeindruckt von dem Gesehenen verließen wir Angkor Wat.

Hinter dem Ausgang ging es an kleinen Imbissständen vorbei.











- gegrillte Frösche -







- Hühnerbeine mit Füßen zum Abknabbern -




- Yoyo mit seinem Tuk Tuk erwartete uns bereits -








Er fuhr uns nun zum nächsten Tempel. Mittlerweile stand die Sonne schon sehr hoch und es wurde wieder richtig heiß.







- der Tempel Bayon -



Von der Ferne wirkt er wie ein massiver Felsklotz im Dschungel. Doch bei näherer Betrachtung entpuppt sich der Bayon als architektonisches Meisterwerk, dessen Originalität viele Besucher in noch größere Begeisterung versetzt als Angkor Wat.

Am beeindruckendsten sind die etwa 200 gewaltigen Gesichter mit ihrem zu Stein erstarrten Lächeln, die den Besucher erschaudern lassen.






Die Errichtung des Bayon begann etwa 100 Jahre nach Fertigstellung Angkor Wats. Ende des 12. Jahrhunderts wurde er zum buddhistischen Heiligtum umgebaut.











Nachdem wir uns alles angesehen hatten, verließen wir diese Anlage und Yoyo fuhr mit uns weiter.







- Unser nächstes Ziel war der Tempel Ta Prohm -








Da es so viele Bauwerke in Angkor gab, entschlossen sich die Archäologen, einen Tempel so zu belassen, wie sie die gesamte Tempelstadt bei ihrer Entdeckung vorgefunden hatten. Ta Prohm legt beeindruckend Zeugnis ab über die Vergänglichkeit der Menschenwerke und die Macht der Natur.




- Wie Tentakeln von riesigen Kraken umarmen die mächtigen Wurzeln der Urwaldriesen die Türme, Fassaden, Portale und Mauern dieses Bauwerkes. -




- Sie sprengen selbst die dicksten Wände, doch bewahren sie durch ihre Umklammerung andererseits vor dem Einsturz. -




- Die Natur als gemeinsame Inkarnation von Vishnu und Shiva. Die Zeit hat in Abwesenheit des Menschen hier ihr eigenes geniales Kunstwerk geschaffen. -











Besonders zwei Bäume sind für dieser zerstörerische Macht verantwortlich. Der Kapokbaum und die Würgefeige. Beide beginnen ihr Leben als kleine Setzlinge in den Nischen der Mauern und Dächer. Auf Nahrungssuche lassen die feinen dünnen Wurzeln keine noch so enge Fuge aus und wachsen schließlich über die Gebäude hinab ins Erdreich.











Ta Prohm bedeutet „Alter Brahma“. Dieser Flachtempel wurde Ende des 12. Jahrhunderts erbaut und hatte die Funktion eines buddhistischen Klosters.

Eine Sanskritinschrift im Tempel gibt genauere Informationen über die Zahl der Menschen in Ta Prohm. Im Innenbereich lebten 18 hohe Priester, 2.700 Mönche, 600 Tänzer und 12.000 Bedienstete.

Mittlerweile war es sehr heiß und wir hatten nichts dagegen, von Yoyo zurück zum Hotel gebracht zu werden.





- Hoteleingang -




- unser Bungalow -




- ein luftiger Sitzplatz zwischen zwei Bungalows in unserer Hotelanlage -




- Blick auf den nach allen Seiten offenen Frühstücksraum -



Es folgen noch weitere Bilder aus der schönen Hotelanlage:




















Und zum Schluss noch zwei Fotos vom Pool und Umgebung:








Nachdem wir uns etwas ausgeruht hatten, gingen wir auf den alten Markt und tranken etwas. Auf dem Rückweg ließen wir uns in einem sehr schönen Restaurant einen Tisch für den Abend reservieren.

Während wir anschließend in der Hotellobby unsere e-mails checkten, zog ein kurzes Gewitter auf.

Gegen 18 Uhr ging es zum Essen.





Das Restaurant befand sich unter freiem Himmel und machte einen sehr guten Eindruck.








Als Vorspeise gab es für Ralf Bananenblütensalat und für mich Khmer-Country-Salat. Als Hauptgericht für uns beide Hähnchen mit Gemüse und Reis. Es war sehr geschmackvoll zubereitet und schmeckte einfach nur köstlich.




- die Vorspeise -



Für das gesamte Essen sowie drei Bier und eine Cola haben wir umgerechnet 35 Euro!!!!! bezahlt.

Danach unternahmen wir noch einen Bummel über den alten Markt von Siem Reap.





- eine Brücke über den Siem Reap Fluss -












Gegen 22 Uhr ging es zum Hotel zurück.


Dienstag, den 07. April 2015
Um 7.30 Uhr standen wir auf und nach einem sehr guten Frühstück wartete vereinbarungsgemäß Yoyo mit seinem Tuk Tuk wieder auf uns. Unser Ziel war der Psah Loe Markt.











Dieser Markt ist der einzige, an dem noch landwirtschaftliche Produkte in größerem Rahmen verkauft werden und hat somit für die lokale Bevölkerung eine wichtige Bedeutung.






















- Früchte der Lotusblume -
















- Fische aus dem See Tonle Sap -














Auf diesem Markt lohnte sich trotz der Hitze ein Besuch. Wir konnten uns ein Bild über die breite Palette landwirtschaftlicher Erzeugnisse und den Artenreichtum der im Tonle Sap See gefangenen Fische machen.







- Aale -




- schon wieder Frösche -










- geräucherte Fische -










- die Samen der Lotusblumen -





Gegen Mittag brachte uns Yoyo zurück zum Hotel.

Siem Reap am Tage.









Kurzinfo Siem Reap:
Diese Stadt ist der Ausgangsort zum Besuch der Tempel und Sehenswürdigkeiten von Angkor. Mit über einer Million Besuchern im Jahr seit den 1990er Jahren ist die Beschaulichkeit dieser Stadt wie weggeblasen.

Die Stadt scheint einem Ameisenhaufen gleich. Die Arbeiter der zahllosen Hotels, Baustellen, Souvenirshops und Restaurants strömen im Morgengrauen in Scharen mit Mopeds und auf Fahrrädern vom Land in die Stadt.

Doch der Tourismus hat auch dazu beigetragen, dass viele Menschen aus armen Verhältnissen hier einen Arbeitsplatz gefunden haben, eine Dichte an wunderschönen Hotels in allen Preisklassen entstanden ist und die kulinarische Vielfalt in Restaurants Besucher aus der ganzen Welt fasziniert.









Um 16 Uhr holte uns Yoyo mit seinem Tuk Tuk wieder ab. Eigentlich sollte es zum in der Nähe gelegenen Tonle Sap See gehen – eigentlich........

Er fuhr also mit uns aus der Stadt heraus. Die Straße war nun nicht mehr asphaltiert und es wurde eine sehr staubige Angelegenheit.












Hier auf dem Land bekam man eine Vorstellung davon, in welcher Armut die meisten Menschen hier noch leben.








Yoyo hatte uns vorher bereits darauf hingewiesen, aber als wir an der Bootsanlegestelle ankamen, staunten wir trotzdem nicht schlecht. Von dem See war überhaupt nichts zu sehen.





Der Grund: Jetzt, kurz vor Ende der Trockenzeit, weist er eine Oberfläche von nur noch 2.600 qkm auf, im September jedoch, nach Ende der Regenzeit, vergrößert sich seine Oberfläche um das Zehnfache, also bis zu 25.000 qkm. Das ist dann auch der Höhepunkt der Überflutungen. Zu diesem Zeitpunkt ist knapp 1/3 der landwirtschaftlichen Kulturfläche Kambodschas von Wasser bedeckt.

Wir hätten uns natürlich mit einem dieser Boote zum See fahren lassen können, haben aber dann doch davon abgesehen.





- Zur Abwechslung mal eine kleine Katze. -



Stattdessen fuhr Yoyo uns auf unseren Wunsch hin zu einem Hügel, den ich im Reiseführer entdeckt hatte.











Vom Fuße des Hügels Phnom Krom (137 m) kommt man nach 15 Minuten Aufstieg auf ein Plateau mit einer Pagode. Von hier führen Stufen zum Gipfel.





Der auf dem Gipfel erbaute Tempel stammt aus dem 10. Jahrhundert. Die drei wuchtigen, stark verwitterten Sandsteintürme sind von Nord nach Süd den hinduistischen Göttern Vishnu, Shiva und Brahma geweiht.








Normalerweise liegt dieser Hügel am Ufer des Tonle Sap Sees und normalerweise hat man von hier aus einen einmaligen Ausblick auf den See – normalerweise – aber nicht kurz vor Ende der Trockenzeit.

Ich habe mit meiner Kamera den Horizont rangezoomt und konnte nun schwach den See mit den im Wasser stehenden Häusern erkennen. Aufgrund der großen Entfernung lohnte sich kein Foto. Wir waren ganz einfach zur falschen Jahreszeit hier.









Auf den beiden nächsten Bildern ist gut zu erkennen, dass die Häuser auf Stelzen gebaut sind. Sie stehen alle ab September nach Ende der Regenzeit wieder im See.











Gegen 18.30 Uhr setzte Yoyo uns wieder am Hotel ab.

So langsam meldete sich der Hunger. Wir gingen also zum alten Markt und suchten uns eines der unzähligen Restaurants aus.






Ralf bestellte sich „Amok“, das kambodschanische Nationalgericht (ein Curry mit Kokosmilch) – diesmal war es aber nicht so gut – und für mich gab es Hähnchen in Oystersoße mit Reis. Es war sehr lecker!




- Ralfs Amok-Gericht -



Gegen 22 Uhr kehrten wir zum Hotel zurück. Dort erwartete uns eine schlechte Nachricht von Andrea. Ihr Hund musste wegen eines Tumors in der Wirbelsäule eingeschläfert werden. Das hat uns sehr getroffen.


Mittwoch, den 08. April 2015
Heute sollte unsere Reise weitergehen nach China, und zwar nach Guilin an den Li Fluss. Bereits um 6 Uhr waren wir munter. Nach dem Frühstück wurden die Koffer gepackt und Yoyo brachte uns mit seinem Tuk Tuk zu dem kleinen und überschaubaren Flughafen von Siem Reap.

Mit einer Stunde Verspätung startete endlich der Flieger der China Southern Airlines nach Guangzhou. Das ist eine Stadt im Süden der Volksrepublik China mit mehr als 11 Millionen Einwohnern. An Bord gab es ein Mittagessen und gegen 15 Uhr landete der Flieger auf dem riesigen, neuen und sehr modernen Flughafen dieser Megastadt. Hier war es bedeutend kühler als im tropischen Kambodscha und außerdem dicht bewölkt. Die Passkontrolle verlief reibungslos. Nachdem wir die Koffer vom Gepäckband geholt hatten, mussten wir neu einchecken.

Nach einer endlos langen Wartezeit und wieder mit 60 Minuten Verspätung startete der Flieger endlich um 22.15 Uhr. Nach nur einer Stunde Flugzeit landeten wir schließlich in



G u i l i n,


einer Stadt mit 5 Millionen Einwohnern in Südchina.

Von jetzt an waren wir nicht mehr auf uns allein gestellt, denn egal, wo wir ankamen, sollte uns über eine chinesische Reiseagentur stets ein Guide zur Verfügung gestellt werden. Wir waren also schon sehr gespannt, wer uns nun erwarten würde.

Als wir mit unserem Gepäck die Ankunftshalle erreichten, suchten wir vergeblich nach einer Person, die ein Schild mit unseren Namen in Händen hielt. Na das fing ja gut an. Nachdem wir eine Stunde umsonst gewartet hatten und es bereits nach Mitternacht war, nahmen wir uns ein Taxi und ließen uns zum Hotel Universal bringen. Wir waren stinksauer.



Glücklicherweise sprach der Angestellte an der Hotelrezeption etwas Englisch, so dass wir uns einigermaßen verständigen konnten. In dem Moment klingelte das Telefon und der Angestellte übergab mir den Hörer. Unser Guide mit dem Namen „Wang“ war am Telefon und erklärte uns auf Deutsch, er sei zu spät am Flughafen erschienen und hätte uns deshalb verpasst. Er entschuldigte sich tausend Mal und versprach, uns morgens um 8 Uhr vom Hotel abzuholen und uns auch das Taxigeld zu erstatten.

Erleichtert gingen wir auf unser Zimmer, fotografierten am Fenster die Aussicht auf Guilin bei Nacht.........









…...und fielen gegen 1.30 Uhr endlich hundemüde ins Bett.

Die Nacht war kurz, denn bereits um 6.30 Uhr klingelte der Wecker. Ein erster Blick bei Tageslicht aus dem Fenster begeisterte uns nicht: es war bedeckt und regnete.

Wir konnten auch keine Wunder erwarten, denn lt. Klimatabelle hat der April 21 Regentage.






Nach dem Frühstück haben wir gepackt und pünktlich um 8 Uhr holte uns Herr Wang, unser Guide, ab. Er entschuldigte sich noch einmal persönlich bei uns, wir bekamen das Taxigeld zurück und alles war gut.

Mit Herrn Wang fuhren wir zuerst zum Elefantenrüsselberg.






Er ähnelt einem Elefanten beim Wassertrinken und ist das Symbol der Stadt.

Die chinesischen Schriftzeichen des Namens Guilin bedeuten „Stadt des Duftblütenwalds“. Sie ist in einer beeindruckenden Landschaft zwischen Hügeln erbaut.

Aber für eine Stadtbesichtigung war keine Zeit.

Es ging nun direkt weiter zum Li Jiang = Li Fluss. Hier bestiegen wir eines der Schiffe zu einer vierstündigen Fahrt. Neben einigen westlichen Touristen befanden sich auch sehr viele Asiaten auf dem Schiff.




Quelle: beijingholiday.com

- Reiseverlauf auf dem Li-Fluss-







- ein Fischhändler -



Es ging 70 km flussabwärts durch eine Karstlandschaft, die in China der Inbegriff einer schönen Landschaft ist.







- Die Schiffe fuhren wie auf einer Perlenkette aufgereiht hintereinander her. -



Das Wetter war sehr kühl und zwischendurch regnete es leicht.























Die traditionelle Kormoranfischerei auf dem Li Fluss:

Die Fischer binden den Kormoranen Ringe oder Schnüre um den Hals, um sie am Schlucken ihrer Beute zu hindern. Die gefangenen Meerestiere müssen sie daher den Fischern überlassen, bekommen aber zum Schluss eine „Belohnung“.












Durch den wolkenverhangenen Himmel wirken die Karstberge mythisch und geheimnisvoll.
















- Herr Wang, unser Guide -



Er sprach übrigens sehr gut Deutsch. Er hat einige Jahre in Deutschland gelebt und studiert.







- auf dem Schiff vor uns wird gekocht -










- Ralf probiert einen Pflaumenwein -








Mittags gab es für alle Touristen unter Deck ein chinesisches Buffet. Wir haben aber nur eine Kleinigkeit gegessen.






















- Zwischendurch mussten wir unter Deck, weil der Regen stärker wurde -







- diese Karstberge sind auf den 20 Yuan-Scheinen abgebildet -



















- Nach unzähligen Fotos legte das Schiff schließlich in Yangshuo an und wir stiegen aus. -





Herr Wang brachte uns zum Hotel. Bevor er sich von uns verabschiedete, wies er uns darauf hin, dass er uns am Samstag, den 11.4. um 8.30 Uhr vom Hotel abholen würde, um uns zum Flughafen zu bringen. Wir waren also den Rest des heutigen Tages und auch morgen auf uns allein gestellt, was uns aber keinerlei Probleme bereitete.

Nachdem wir etwas Schlaf nachgeholt und uns aufgewärmt hatten, gingen wir um 18 Uhr in ein kleines Restaurant zum Essen, das uns Mr. Wang empfohlen hatte. Zum Glück beinhaltete die Speisekarte zwei Sprachen und zwei Schriften - chinesisch und englisch - sowie ein Foto des jeweiligen Gerichtes. So gab es für uns überhaupt keine Probleme.

Ralf bestellte sich Ente und ich Sizzling Beef.





- Beide Essen waren sehr gut. -



Unser Hotel lag in einer Fußgängerzone mit vielen Souvenirshops, Restaurants und Bars. Dadurch ergab sich die Möglichkeit, noch ein wenig zu bummeln. Viele Menschen hatten trotz des kühlen, aber zumindest trockenen Wetters die gleiche Idee.





Die „Langnasen“ waren hier allerdings in der Minderheit. Sehr viele chinesische bzw. asiatische Touristen gingen spazieren. Zwischendurch wurden wir angesprochen, weil man ein Foto mit uns gemeinsam machen wollte. Dabei wurde dann gekichert und gelacht. Es war schon sehr amüsant.








Trotz des nasskalten Wetters sah man hier fast alle Chinesen beim Essen draußen sitzen. Sie waren dick angezogen und hatten sichtlich Spaß.

Zum Abschluss des Abends tranken wir in einem Lokal noch einen französischen Kaffee mit Grand Marnier, bevor wir gegen 22 Uhr in unser Hotel zurückkehrten.



Freitag, den 10. April 2015
Kurz vor 8 Uhr standen wir auf. Es regnete!!!

Eigentlich war beabsichtigt, heute eine Fahrradtour durch die Karstlandschaft zu unternehmen, aber das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung.

Stattdessen unternahmen wir nach dem Frühstück einen ausgiebigen Spaziergang. Petrus hatte ein Einsehen mit uns, denn es war mittlerweile trocken.

Yangshuo ist mit 300.000 Einwohnern für chinesische Verhältnisse eine Kleinstadt in einer malerischen Umgebung.









Als erstes suchten wir nach einer Wechselstube, denn wir mussten dringend Geld tauschen. Die gab es hier aber nicht. Bei der Bank of China hatten wir schließlich Erfolg. Allerdings war es eine lange Prozedur, die einige Zeit in Anspruch genommen hat.

Etwas später kamen wir an einer kleinen Markthalle vorbei, die wir uns ansehen mussten.








- lebende Schildkröten – natürlich zum Essen -



Dabei kam mir die Unterhaltung mit Herrn Wang, unserem Guide, in Erinnerung. Er hatte uns nämlich erklärt, „die Deutschen fragen: „Kann man das essen?“. Die Chinesen fragen nur: „Wie bereitet man das zu?“.










- Mini-Mangos -



Zu unserem Entsetzen entdeckten wir auch einen mittelgroßen, toten Hund, dem gerade das Fell abgezogen worden war. Das nackte Tier wurde mit Wasser gründlich gereinigt.

Ralf hat ein Foto gemacht, aber ich verzichte darauf, es in den Reisebericht einzufügen. Ich kann es mir nicht ansehen.

Wir verließen nun die Markthalle.

Auf dem Bürgersteig wurden auch noch Gemüse und Obst zum Kauf angeboten.








- Es ging nun noch einmal zum Li Fluss -














Nachdem wir gegen 13 Uhr in einem Lokal einen Kaffee getrunken hatten, setzte der Regen wieder ein. Wir beschlossen daher, erst einmal zum Hotel zurückzugehen.

Die Fußgängerzone mit ihren vielen Restaurants und Läden sah um diese Uhrzeit und bei diesem Wetter ziemlich traurig und verlassen aus.























- unser Hotel -



Im Hotel erledigten wir einiges an Post und ruhten uns ein wenig aus.

Gegen 18 Uhr regnete es nicht mehr und das Wetter schien sich zu bessern. Wir begaben uns auf die Suche nach einem Restaurant. Viele dieser Lokale verfügten aber nur über eine Speisekarte in chinesischer Schrift, so dass wir uns entschlossen, wieder in das kleine gemütliche Lokal vom Vorabend zu gehen. Ralf bestellte sich Beef, Gemüse und Reis und ich aß fried Noodles. Es hat mal wieder sehr gut geschmeckt.

Mittlerweile war es dunkel, die Straßen voll mit Menschen und in den Restaurants gab es keinen freien Platz mehr. Die Chinesen saßen alle wieder draußen, obwohl es ungemütlich nass-kalt war.









Während unseres nächtlichen Spaziergang sahen wir verschiedene Objekte - mal blinkend in verschiedenen Farben, mal permanent beleuchtet - am Himmel in niedrigen Höhen hin- und her fliegen. Wir gingen in die Richtung um zu sehen um was es sich dort am Himmel handeln könnte. Es waren ferngesteuerte Flugzeuge aus Hartstyropur mit verschierdenen Leuchtdioden und einem Elektroantrieb bestückt. Die Fluobjekte wurden so perfekt gesteuert, dass sie zwischen Bäumen, Häuserschluchten etc. mit einer geschätzten Geschwindigkeit von 60 kmh hin und her jagten. Zeitweise wurden sie senkrecht nach oben gesteuert, dass sie in den Wolken verschwanden. Anschließend kehrten sie punktgenau in den Händen ihrer Besitzer zurück. Mein lieber Mann war so fasziniert von dem "Spielzeug", dass er sich am liebsten eines dieser Hightec- Flugobjekte gekauft hätte.





Nach den Aussagen des Herrn Wang ist an den Wochenenden besonders viel Betrieb. Die Chinesen aus den umliegenden Städten verbringen oft ihre freien Tage hier wegen der guten Luft und der schönen Landschaft.

Nachdem wir als Absacker noch einen Jamaika-Kaffee und einen Kaffee Royal getrunken hatten, ging es zum Hotel zurück.



Samstag, den 11. April 2015
Heute ging die Reise weiter. Ziel war jetzt die Flusskreuzfahrt auf dem Jangtsekiang.

Um 7 Uhr standen wir auf und siehe da, als wir beim Frühstück aus dem Fenster blickten, sahen wir Dunst und einen blauen Himmel!!. Das Wetter hatte sich also gebessert, aber für uns war es jetzt egal.









Wie vereinbart, wurden wir um 8.30 Uhr von unserem Guide, Herrn Wang, abgeholt. Es ging mit dem PKW nach Guilin zum Flughafen.

Hier war ein Wunder geschehen. Pünktlich nach Flugplan startete um 12.15 Uhr die Maschine der Shandong Airlines. Dies war auch der einzige pünktliche Flug während unseres gesamten Aufenthaltes in China!! An Bord der Boeing 737 gab es wieder ein Mittagessen, obwohl der Flug nur 75 Minuten dauerte.

Nach der Landung um 13.30 Uhr in



W u h a n


wartete diesmal tatsächlich ein Guide mit unserem Namensschild im Ankunftsterminal. Er brachte uns zum Hotel „Holiday Inn“ in der Innenstadt.

Die modernen mehrspurigen Straßen waren verstopft, so dass es nur im Stop-and-Go-Tempo voranging.

Als wir schließlich das Hotel erreicht und unser Zimmer bekommen hatten, verabschiedete sich unser Guide, nachdem er uns vorher noch ein paar Tipps gegeben hatte. Wuhan war für uns nur eine Zwischenstation, am nächsten Morgen sollte es bereits weitergehen.





- Blick aus unserem Hotelfenster auf die Stadt -



Wuhan ist eine ausgedehnte gigantische Verschmelzung dreier ehemals separater Städte.

Im Stadtkern leben 4 Millionen Menschen. Doch der Jangtse bahnt sich seinen Weg durch das Zentrum, teilt die Stadt in zwei Hälften und gewährt keine Verschnaufpausen inmitten der hoch aufragenden Gebäude und des dröhnenden Verkehrs.

Wuhan liegt in Mittelchina. Hier herrscht feuchtes Subtropenklima.

Das Wetter war sonnig und warm, so dass wir uns entschlossen, zum Ufer des Jangtsekiang zu gehen. Es waren ein paar Kilometer, bis wir schließlich den Fluss erreicht hatten.





- hier werden Drachen in sämtlichen Farben und Formen verkauft -



In einem Restaurant direkt am Wasser tranken wir eine Kleinigkeit, bevor wir uns das bunte Treiben der Chinesen an einem Samstag anschauten.







- diese jungen Leute spielen Karten -








- Drachen fliegen lassen scheint die Lieblingsbeschäftigung der Menschen hier zu sein. -
















Nach drei Stunden hatten wir genug gesehen und es ging zurück zum Hotel.

Der Einfachheit halber haben wir heute im Holiday Inn Restaurant gegessen. Ralf erhielt ein falsches Menue aus Suppe, Kartoffeln und etwas Fleisch und ich gebratene Nudeln. Danach ging es ins Bett.



Sonntag, den 12. April 2015
Bereits um 6.30 Uhr waren wir munter. Nach dem Frühstück checkten wir aus und unser Guide, der pünktlich zur Stelle war, fuhr uns um 10 Uhr zum Bahnhof.




- der Bahnhof von Wuhan -



Im Inneren fanden wir Gates wie im Flughafen vor.

Wir waren heilfroh, dass wir einen Chinesen bei uns hatten, denn wie hätten wir auf der Anzeigetafel erkennen können, dass dies unser Zug ist?








- die Bahnhofshalle -





Unser Guide ging mit uns noch auf den Bahnsteig, wo der Schnellzug einlief.





Pünktlich um 11.09 Uhr setzte er sich in Bewegung und es ging in einem rasanten Tempo vorbei an Reisfeldern und Aquakulturen.




- ein chinesisches Dorf -



Drei Stunden später lief der Zug im Bahnhof von


Y i c h a n g


ein. Es ist eine Großstadt mit über 4 Millionen Einwohnern und liegt zwischen dem Ober- und dem Mittellauf des Yangtse. Mehr gibt es über diese Stadt auch nicht zu sagen.

Unser nächster Guide, ein Herr Yi, holte uns ab. Da die Einschiffung für die Flusskreuzfahrt erst am Abend erfolgen sollte, mussten noch einige Stunden überbrückt werden. So führte uns Herr Yi zuerst in ein Stickmuseum und anschließend unternahmen wir einen Spaziergang durch den direkt am Yangtse gelegenen Park.





- Mit so einem Schnellzug sind wir von Wuhan gekommen. -







- Ralf und Herr Yi von hinten -







- Prunus cerasifera -



Danach bummelten wir durch ein Kaufhaus. Bemerkenswert war hier eigentlich nur das über mehrere Stockwerke aufragende riesige Klettergerüst für Kinder.








Ich glaube, in Deutschland wäre das undenkbar, da viel zu gefährlich.

Um 17 Uhr ging Herr Yi mit uns zum Essen. Das Restaurant und auch der Tisch waren riesig. Wir kamen uns dort ziemlich verloren vor. Es gab Kartoffeln, Reis, Huhn mit Stangensellerie und Beef mit Pak Choi. Es war alles sehr lecker.






Während des Essens zog ein Gewitter mit Regen über uns hinweg.

Danach ging es endlich zum Schiff. Ich war schon sehr gespannt, was uns in den nächsten Tagen erwarten würde, denn eine Kreuzfahrt – egal ob Fluss oder Meer – kannte ich noch nicht und stand dieser Art von Urlaub auch sehr skeptisch gegenüber.

Um 18 Uhr erreichten wir das Schiff. Ralf hatte es mal wieder sehr gut gemeint und ein 5-Sterne-Luxus-Schiff für uns gebucht. Es handelte sich um die „Victoria Selina“. Sie konnte 214 Passagiere aufnehmen, war also überschaubar.

Wir bekamen eine Kabine zugewiesen und Herr Yi verabschiedete sich von uns, denn für ihn gab es ab jetzt nichts mehr zu tun.





- Blick aus unserer Kabine. Es regnete noch. -



Um 21 Uhr erfolgte die Vorstellung der Crew und es gab viele Infos.








Danach haben wir uns noch an die Bar begeben und einen Cocktail und ein Glas chinesischen Rotwein getrunken.








Gegen 22.30 gingen wir in unsere Kabine.


Montag, den 13. April 2015
Um 6.30 Uhr standen wir auf. Ein erster Blick nach draußen: Keine Wolke zu sehen!!!




- Sonnenaufgang -



Während wir ein wenig das Schiff erkundeten, legte es ab und fuhr in die erste der drei Schluchten.

Danach ging es in den Speisesaal, wo ein reichhaltiges Frühstücksbuffet auf uns wartete.






An unserem Tisch saßen neben einem Ehepaar aus Australien noch zwei Schweizer.

Anschließend begaben wir uns auf die verschiedenen Decks.








Eine Flussfahrt auf dem Yangtse ist ein unvergessliches Erlebnis. Der mächtige Fluss ist mit 6.300 km der längste in China und einer der längsten weltweit.

Zwischen den Metropolen Yichang und Chongquing bahnt er sich seinen Weg durch das Wu-Gebirge und die drei Schluchten, Xiling-Schlucht, Wu-Schlucht (Hexenschlucht), und Qutang-Schlucht.

Wir befanden uns jetzt in der Xiling-Schlucht. Mit 80 km Länge ist sie die wohl am wenigsten eindrucksvolle Schlucht.




Quelle: chinaodysseytours.com

- Reiseverlauf unserer Kreuzfahrt -




- Nach einiger Zeit legte das Schiff an -








Einige Passagiere – vor allem Chinesen – nahmen an einem Ausflug teil. Aber es gab lediglich Affen und kleinere Wasserfälle zu sehen, so dass es sich für uns nicht lohnte.




- Während der Weiterfahrt -







- unser Schiff -







- ein entgegenkommendes Passagierschiff -























Um 12.15 Uhr gab es Mittagsbuffet, eine Riesenauswahl an Leckereien. Wir aßen allerdings nur eine Kleinigkeit, während sich andere Passagiere Berge auf die Teller füllten. Darüber wundere ich mich jedes Mal. Als ob man sich nicht kleinere Portionen auffüllen und dafür mehrmals zum Buffet gehen kann.

40 km flussaufwärts legte das Schiff gegen 13 Uhr an. Mit einem Bus ging es nun zu dem zur Zeit größten Staudamm der Erde.





- ein Modell -
Die Drei-Schluchten-Talsperre ist eine Stauanlage mit einem Wasserkraftwerk, einem Schiffshebewerk und einer Schleusenanlage.








- Blick auf die Schleusenanlage -




- eine der Schleusen -




- das Schiffshebewerk -



Das Wasserkraftwerk ist mit einer installierten Generatorleistung von 18,2 Gigawatt das größte der Erde.

Der Drei-Schluchten-Damm soll Erdbeben der Stärke 7 auf der Richterskala standhalten.








Info Staudamm:
Der durch die Staumauer entstandene Stausee erstreckt sich durch die berühmten Drei Schluchten über mehr als 600 km.

Bauzeit: 1993 bis 2008

Länge des Absperrbauwerkes: 2.335 m

Kronenlänge der Mauer: 1.983 m

Höhe der Mauerkrone: 185 m über N.N.

5 Schleusen überwinden einen Höhenunterschied von 115 Metern.





13 Städte wurden überflutet und 1,3 Millionen Menschen mussten umgesiedelt werden.

Kosten: schätzungsweise 75 Milliarden US-Dollar

Das im Bau befindliche Schiffshebewerk soll nur von den Passagierschiffen genutzt werden.
Die ökologischen Auswirkungen und Risiken sowie die Langzeitfolgen eines solchen riesigen Baus sind nicht vorhersehbar.



Sehr beeindruckt von diesem Mega-Bauwerk ging es gegen 16 Uhr mit dem Bus zum Schiff zurück.





- Um 18.30 Uhr stand ein Cocktailempfang mit kleinem Buffet des Kapitäns auf dem Programm. Na ja, wer das braucht...... -



Um 19 Uhr gab es Abendessen vom Buffet.

Anschließend gingen viele Passagiere auf die Decks, denn es stand die Einfahrt durch die Schleusen bevor, während andere es vorzogen, sich eine Vorführung anzusehen.








- Insgesamt passten fünf Schiffe in eine Schleusenkammer -




- das Schleusentor öffnet sich -



Bis 22.30 Uhr haben wir an Deck gestanden und zugeschaut, dann zogen wir uns in die Kabine zurück. Auch während der Nacht wurde weiter geschleust.


Dienstag, den 14. April 2015

Quelle: Victoria Cruises

- Bordzeitung -


Ralf war bereits um 6 Uhr munter und ließ es sich nicht nehmen, Fotos vom Sonnenaufgang zu machen.


Um 7.15 Uhr ging es zum Frühstück und danach unternahmen wir einen Ausflug zu einer der drei kleinen Schluchten.










- die Einfahrt in eine der drei kleinen Schluchten -





- Wir stiegen in ein Boot um -

















Schließlich erreichten wir ein schwimmendes Ponton, an dem wir ausstiegen.




Zur Freude der chinesischen Touristen erschien eine kleine Musikgruppe, die für alle ein Lied sang.










- Danach ging es dann zurück -







- Gegen 10.15 Uhr befanden wir uns wieder am Schiff -












Aufgrund des traumhaften Wetters gingen wir nun auf das Sonnendeck, um die an uns vorüber ziehende Landschaft zu genießen.








Um 12 Uhr gab es Lunch, wir haben aber nur schnell einen Salat gegessen, denn das Schiff fuhr jetzt in die Wu-Schlucht – Hexenschlucht -, das wollten wir nicht verpassen . Sie ist in Grün gehüllt und von dichtem Buschwerk überwuchert. Die über 40 km langen Felswände werden am Nordufer von schroffen, gezackten Gipfeln überragt.













- hier geht eine Gerölllawine ab -
















- eine dieser gesichtslosen chinesischen Städte -




- eine Autotransporter -

















Diese Schlucht schiebt sich ins Blickfeld mit steil zu beiden Seiten abfallenden Bergwänden.










- eine Flussfähre -



Die Fahrwassermarkierungen erfolgten durch kleine verankerte Boote. Die Positionslichter werden mit Solarstrom versorgt. Die farbliche Kennzeichnung der Betonnung ist rechts mit rot und links mit weiß. Die Lagebezeichnung erfolgt immer von der Quelle aus gesehen in Richtung zur Flussmündung.



- rote Markierung: rechts -


- weiße Markierung: links -



Nachmittag stand ein Landgang auf dem Programm, an dem auch wir teilgenommen haben. Wir sahen uns einen kleinen, verschlafenen Ort an, der sein typisch chinesisches Flair noch nicht verloren hatte.












- eine Straße mit vielen alten chinesischen Läden -









- getrocknete Fische und anderes Getier aus dem Yangtse -




- Flusskrebse -



Nachdem der Landgang beendet war, gab es um 19 Uhr Abendessen.











Den Abend ließen wir an der Bar ausklingen und beobachteten nur am Rande die während dieser Zeit stattfindende Show.








Gegen 22 Uhr gingen wir in die Kabine.


Mittwoch, den 15. April 2015
Um 7 Uhr gab es bereits Frühstück. Beim Blick nach draußen staunten wir nicht schlecht: es war komplett bezogen und regnete leicht.





Wir haben mit dem Sonnenschein der letzten Tage bei der Fahrt durch die Schluchten ganz großes Glück gehabt, denn normalerweise regnet es in dieser Region sehr, sehr viel.

Um 8 Uhr ging es zur Besichtigung eines Tempels.




- eine Abbildung des Tempels -



Shibaozhai ist ein 200 Meter hoher Hügel am Ufer des Yangtse.










- eine lange Brücke aus Holz führt zu dem Tempel -





An der einen Seite befindet sich der rote Pavillon mit 9 Stockwerken, der sich an den Hügel anlehnt und über einen Pfad mit dem Tempel auf dem Hügel verbunden ist. Er wurde 1819 erbaut.





Viele der Touristen sind gar nicht erst bis nach oben in den Tempel mitgekommen. Es war ihnen einfach zu anstrengend.










- die steile Stiege, die ganz nach oben führt -




- Blick vom Tempel auf den Yangtse und die Kreuzfahrtschiffe -




















Ein Blick auf die lange Brücke, die den Hügel mit dem Festland verbindet.










- nun ging es zurück -





- ein letztes Foto von der Längsseite der Tempelanlage -



Mittlerweile hatten sich die Wolken verzogen und die Sonne schien wieder. Den Rest des Tages haben wir auf dem Sonnendeck gesessen und uns mit verschiedenen Passagieren unterhalten. Die Landschaft war nun nicht mehr spektakulär, es gab eigentlich nicht mehr viel zu sehen, denn die drei Schluchten lagen hinter uns.




- ein Selbstentlader -








Um 19 Uhr gab es ein großes Abschiedsessen.








Mit am Tisch: das australische Ehepaar.

Die beiden Schweizer hatten wir in den letzten beiden Tagen nicht mehr gesehen. Sie lagen mit Magen- und Darmproblemen flach.

Man servierte uns viele verschiedene Gänge: Ente, Fisch, Reis, gebratene Nudeln, Rippchen, verschiedene Gemüse, es war alles köstlich, nur viel zu viel. Nachdem es als Nachtisch auch noch Torte und Obst gab, konnte ich mich hinterher rollen.





Zum Abschluss haben wir an der Bar mit einem anderen deutschen Ehepaar noch einen „Black Russian“ (Rum, Khalua und Eis) getrunken, bevor es gegen 23 Uhr in die Kabine ging.


Donnerstag, den 16. April 2015
Bereits um 6 Uhr standen wir auf, haben die Koffer gepackt und auf den Gang gestellt. Das Schiff war bereits in


Chongqing


angekommen. Das Frühstück fiel minimal aus, ich war noch satt vom Abend zuvor.

Unseren beiden Tischnachbarn aus der Schweiz ging es gerade rechtzeitig auch wieder besser. Die Ärmsten hatten sich in den letzten Tagen nur zwischen Bett und Toilette hin- und herbewegt. Für sie ging es jetzt weiter nach Vietnam, für uns nach Tibet.

Es wurde nun sehr hektisch, da alle Passagiere von Bord gingen.

Pünktlich um 8.15 Uhr erschien unser neuer Guide mit dem Namen „Chili“ auf dem Schiff und holte uns ab.

Ein letzter Blick zurück auf die „Victoria Selina“, die in den letzten Tagen unser „Zuhause“ gewesen ist.






Fazit: Die Tage an Bord waren sehr erholsam und eine willkommene Abwechslung auf unserer Tour. Trotzdem sind wir froh, die Reise jetzt nach unserer altbewährten Art und Weise fortsetzen zu können. Eines wissen wir nun aber ganz genau: Eine Kreuzfahrt auf einem dieser Riesenschiffe, die überall angeboten werden, ist für uns undenkbar.



Quelle: blog.jangtze-river-cruises.com

- an der mit "X" gekennzeichneten Pier haben wir mit der MS "Victoria Selina" angelegt -



Chili, unser Guide, unternahm als erstes einen Ausflug.

90 km westlich von Chongquing, in Dazu, liegen inmitten einer üppig grünen Landschaft aus Hügeln und Reisterrassen die berühmten Felsskulpturen von Dazu.

Als erstes besuchten wir den Schatzgipfelberg.









- die riesige Aufgang zu den Sehenswürdigkeiten -




- die Eingangshalle -








Chili informierte uns umfassend über den Buddhismus und die Bedeutung einzelner in den Stein gehauener Figuren und Buddhas.





Die nächsten beiden Fotos stellen die „Hölle“ dar, die es auch in dieser Religion gibt.




- hier werden die Übeltäter gekocht -




- hier werden sie zersägt -





Die Steinmetzarbeiten sind außergewöhnlich und umfassen insgesamt 50.000 Bilder und Figuren in Nischen, Grotten und Überhängen.

Die Stätten stehen seit 1999 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.






Der Name „Dazu“ bedeutet „Großer Fuß“ und bezieht sich auf eine Geschichte, der zufolge Buddha einen Fußabdruck auf den nahe gelegenen Felsen hinterlassen haben soll.





Von all den schönen Skulpturen an dieser Stätte ist das Glanzstück der 31 m lange und 5 m hohe liegende, ins Nirwana eingegangene Buddha – Bild oben – dessen Rumpf in der Felswand verschwindet.











Sehr beeindruckt von dem Gesehenen fuhr Chili mit uns nun noch zum Nordberg.

Diese Stätte, ursprünglich ein Militärlager, enthält einige der ältesten Skulpturen der Region. Nachdem wir das Auto verlassen hatten, erreichten wir sie schließlich über viele Stufen zu Fuß.






In den dunklen Nischen befinden sich hunderte von Bildwerken.










- ein Pavillon auf dem Nordberg -



Der Besuch von Dazu hatte sich wirklich gelohnt.

Nun ging es zurück nach Chongqing und gegen 15 Uhr erreichten wir unser Hotel. Es lag auf einem Hügel oberhalb der Stadt neben einer Parkanlage. Hier waren zwei Übernachtungen eingeplant, bevor es weitergehen sollte Richtung Tibet.

Als erstes wurde einiges an Post erledigt – e-mails etc. - , danach gab es ein Bier im Hotel und anschließend haben wir an der Hauptstraße nach einem Restaurant gesucht, denn so langsam meldete sich der Hunger. Leider gab es aber in der näheren Umgebung kein vernünftiges Lokal, sondern nur kleine, alte, primitive, schmuddelige Buden.





- Auch der Gourmet_Reiseführer von Chili hat uns nicht weiter geholfen. -



Wir wollten aber kein Risiko eingehen und entschlossen uns schließlich, im Hotel zu essen. Es gab für uns scharfes Hähnchen mit vielen Chilis und Erdnüssen sowie scharfes Rindfleisch, dazu Gemüse und Reis. Es war alles superlecker.

Nach einem anschließenden kleinen Spaziergang ging es ins Bett.



Freitag, den 17. April 2015
Wir hatten super geschlafen und waren um 7 Uhr munter.

Die Sonne kämpfte noch gegen den Dunst und Smog an.





- Blick vom Balkon auf die Bäume des angrenzenden Parks -




- Hotelterrasse -



Einige Einheimische befanden sich bereits in der Parkanlage zum morgendlichen Tai Chi.





Für den heutigen Tag war nichts weiter geplant, wir konnten uns also treiben lassen.

Nach dem Frühstück ging es in den angrenzenden Erling-Park.





- Wie dekadent ist das denn? Ein Pudel mit gefärbten Ohren und Schwanz -



Auf dem Hügel des Parks befand sich ein Aussichtsturm, über einige Treppen ging es nach oben.




- Chongqing zwischen Dunst und Smog -





Nun ein paar Worte zu der Stadt, an dessen Rand wir uns befanden:


Die Monsterstadt Chongqing mit ihren 28 Millionen!!!!! Einwohnern ist flächenmäßig so groß wie Österreich. Der Stadtkern zählt allerdings „nur“ 8 Millionen Menschen.

Armut und Abriss, Boom und Luxus, Chinas Metropole ist ein Ort der starken Kontraste.

Das Alte wurde weggerissen, um Platz für anonyme Hochhäuser zu machen, die dicht an dicht in die Höhe geschossen sind. Bis heute ist Chongqing voller Baustellen und die Skyline voller Kräne. Es ist diese Einheitsarchitektur, die das Bild der rasant gewachsenen Wirtschaftsmetropole in Zentralchina prägt.

Am Alten und Traditionellen entzündet sich keine große Leidenschaft. Abreißen und neu bauen, nur das zählt.

So ist es natürlich nicht verwunderlich, dass wir überhaupt kein Interesse daran hatten, in die Stadt zu fahren. Wir konnten richtig froh sein, in einem so ruhigen Hotel außerhalb dieser Riesenmetropole zu wohnen.





- Dachgärten -



Der Park füllte sich langsam mit Menschen. Hier wurde auch das Mittagessen zubereitet.








Als wir den chinesischen Familien zuschauten, wurden wir zweimal eingeladen, mit ihnen zu essen. Wir haben es aber dankend abgelehnt. Die Verständigung erfolgte natürlich mit Händen und Füßen, wie man so sagt.




- wer verbirgt denn da sein Gesicht? -














- An vielen Tischen im Park wurde Mahjong gespielt -




Am Nachmittag gab es endlich ein Bier gegen den großen Durst.

Bei Einbruch der Dunkelheit befanden wir uns noch immer im Park.





- ein beleuchteter Pavillon -







- das abendliche Chongqing -





Später haben wir im Hotel vom Buffet gegessen. Es war aber lange nicht so lecker wie am Tag zuvor.

Nach einem letzten kleinen Spaziergang ging es ins Bett.



Samstag, den 18. April 2015
Um 6.30 Uhr waren wir ausgeschlafen. Nach dem Frühstück um 7 Uhr wurde anschließend gepackt und um 9 Uhr holte uns Chili, unser Guide, ab.




- auf dem Weg zum Flughafen -



Es war Samstag und viele Chinesen unterwegs auf Einkaufstour, aber wir erreichten pünktlich den Airport.




- Abschiedsfoto mit Chili, unserem Guide -



Wie scheinbar in China üblich, war auch dieser Flieger mal wieder nicht pünktlich. Mit 75 Minuten Verspätung ging es um 12.15 Uhr mit einem Airbus A 320 der Sichuan Airlines nach Xining. Trotz der Flugdauer von nur 2 Stunden gab es auch diesmal ein warmes Essen an Bord.

Tibet war mein ausdrücklicher Wunsch dieser Reise und ich hoffte, es würde der Höhepunkt dieses Urlaubs für mich werden. Ich war schon soooo gespannt darauf, was uns wohl erwartet. Heute Abend sollten wir bereits in der Tibetbahn nach Llhasa sitzen, im Augenblick noch unvorstellbar! Aber erst einmal landeten wir in



X i n i n g,


eine Stadt mit 2 Millionen Einwohnern auf 2.200 Metern Höhe am östlichen Ausläufer des tibetischen Hochlandes. Bedeutend kühler war es hier und die Sonne ließ sich auch nicht blicken.

Wir wurden von unseren neuen Guides abgeholt, diesmal handelte es sich um zwei Personen.






Die nächsten Stunden sind schnell erzählt. Als erstes ging es gemeinsam in einen Supermarkt. Auf Anraten unserer Begleiter haben wir Getränke und einiges an Keksen usw. für die lange Zugfahrt gekauft, denn das Essen im Zug soll nicht unbedingt empfehlenswert sein. Danach suchten wir ein Cafe auf und anschließend unternahmen wir noch einen Spaziergang durch das Zentrum von Xining.





Die Bevölkerung setzt sich aus Hui, Salaren, Han-Chinesen, Tibetern und Uiguren (Muslime) zusammen.




- Stadtzentrum -







- kleine chinesische Läden -





Ganz versteckt in einem Hinterhof befand sich ein Tempel mit dem Namen „Tsongkha Dkongen“.










- hat sie nicht ein reizendes Lächeln? -








Als nächstes gingen wir durch eine große Markthalle mit ganz vielen Verkaufsständen.














Wir staunten nicht schlecht, als wir an dieser Moschee vorbeikamen, aber etwa 1/3 der Bevölkerung hier sind Muslime – es ist kaum zu glauben.





Um 19 Uhr brachten uns unsere beiden Begleiter zum Bahnhof. Sie händigten uns eine Kopie der Sondergenehmigung für Tibet aus – das Original besaß bereits unser Guide in Lhasa – sowie die beiden Fahrkarten für den Zug.

Die große Wartehalle des Bahnhofs war voll und alle Anzeigetafeln der ankommenden und abfahrenden Züge für uns nicht lesbar. Gut, dass wir unsere Begleiter hatten, die sich auskannten.







Teil: 2
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Quellen für die Reiseplanung sowie Zitate von Hintergrundinformationen:
lonely planet "China"
Wikipedia


letztes Update 12. Oktober 2015
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